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Unterrichtsformen im Suzuki-Instrumentalunterricht.

Kerstin Wartberg


Einzelunterricht

Der Einzelunterricht dient dazu, individuell auf jedes Kind einzugehen, an seinen persönlichen Schwierigkeiten zu arbeiten, neues Repertoire zu erklären etc. Die regelmäßige Begegnung soll dem Schüler, seinen Eltern und dem Lehrer die Gelegenheit geben, ein vertrauensvolles Verhältnis aufzubauen. Der Unterrichtserfolg hängt entscheidend von der guten Zusammenarbeit dieser kleinen Gruppe ab. Sie bildet eine verschworene Gemeinschaft, die über viele Jahre gute und schlechte Zeiten, frohe und schwere Momente miteinander erleben wird. Gegenseitiger Respekt und Vertrauen sollen die Grundlage ihrer besonderen Beziehung bilden. Im Einzelunterricht hat der Lehrer die Möglichkeit, einfühlsam auf die Natur des Schülers einzugehen, der Mutter die pädagogische Zielrichtung nahe zu bringen und das Kind und die Eltern ganz persönlich zu motivieren und ihnen weiterzuhelfen.


Konzerte, Workshops, Orchester, Kammermusik und Musikfreizeiten – Treffpunkt und Gemeinschaftserlebnis

Alles, was Kinder anspornt, mit Freude weiterzuüben, wird in die bunte Palette des Suzuki-Unterrichts miteinbezogen. Besonders die intensive Vorbereitung von Konzerten nimmt da einen wichtigen Platz ein. Auf ein bestimmtes Ziel hinzuarbeiten oder bei einem Solo-Konzert mitwirken zu können, hat vielen Kindern immer wieder einen neuen Motivationsschub gegeben.


Solo-Vorspiele, die für jüngere Schüler mindestens fünf- bis sechsmal im Jahr veranstaltet werden sollten, gehören zum festen Bestandteil des Unterrichtsangebot. Vorspielangst ist für Suzuki-Schüler meist ein Fremdwort. Es ist immer wieder beeindruckend, wie sicher und mit wie viel Selbstvertrauen sie auf die Bühne gehen und mit Freude und großer Ausstrahlung ihre Musikstücke darbieten. Dieser unbezahlbare Erfahrungsschatz kann sogar in nichtmusikalischen Bereichen von großem Nutzen sein. Selbst noch als Jugendliche oder Erwachsene werden sie darauf vertrauen können, dass sie in der Lage sind, aufregende und wichtige Situationen – beispielsweise Prüfungen-  mit angemessener Vorbereitung zu bewältigen und ihnen deshalb ohne übermäßig große Sorgen und Versagensängste entgegenzusehen. Sie haben von Kindheit an geübt, Freude an Leistung und Leistungsfähigkeit zu entwickeln. Das macht sie in der Regel unabhängiger und sicherer; außerdem sind sie bei größeren Belastungen meist weniger druckempfindlich als andere Menschen.


Viele ältere Schüler spielen in Orchestern und Kammermusikgruppen mit. Da sie von früher Kindheit an gewohnt sind, im Ensemble zu musizieren, sind die in der Regel gern gesehene Mitglieder, die über vielfältige Erfahrungen und musikalische Führungs- und Anpassungsqualitäten verfügen.


Die International Suzuki Association (ISA), die European Suzuki Association (ESA) und die nationalen Suzuki-Gesellschaften bieten zahlreiche Workshops und Konzertveranstaltungen an, zu denen Suzuki-Schüler als aktive Mitglieder eingeladen sind.


Auch werden regelmäßig Kammermusik- und Meisterkurse, Musikfreizeiten und internationale Suzuki-Tagungen im In- und Ausland veranstaltet. Außerdem finden weitere Veranstaltungen statt, die in Zusammenarbeit mit anderen Trägern durchgeführt werden. Die Deutsche Suzuki-Gesellschaft arbeitete in den letzten Jahren verstärkt mit Musikschulen, Musikhochschulen und städtischen Orchestern zusammen, um so den fortgeschrittenen Schülern in die Arbeitsweise der traditionellen Musikwelt zu ermöglichen.


Einen besonderen Reiz haben Tagungen und Kurse im Ausland. Dort treffen sch viele Familien aus den unterschiedlichsten Ländern zu gemeinsamen musikalischen Aktivitäten: Auch erweist sich die allen bekannte Unterrichtsliteratur als ein Vorteil und erlaubt den Kindern, mühelos in ihrer gemeinsamen „Musiksprache“ zu kommunizieren, mit ausländischen Lehrern zu arbeiten und sich in die unterschiedlichsten Formationen einzufügen. Daß diese Veranstaltungen im höchsten Maße motivierend und allen Familien zu empfehlen sind, versteht sich von selbst. Wer einmal die Erfahrung einer solchen Reise gemacht hat, wird sicherlich unauslöschliche Erinnerungen sein eigen nennen.